KULTURBEUTEL

Wir haben allerlei im Kulturbeutel

Allerlei Kunst im Rathaus           Malerei, Fotografie, Skulpturen,

                                                         Installationen Erlenseer Künstler


Allerlei offene Gärten                  Erlenseer Gartenbesitzer öffnen ihre Gartenpforte


Caféhausmusik                            Konzerte bei Kaffee und Kuchen mit Musik aus Wien, Paris, Irland

                                                        und Hommagen an Künstler, wie Udo Jürgens


Ess- und Schwätzabende           Bärlauch, Apfelwein, Rote Bete, Senf, Linse


Führungen                                     Apfelweinkelterei Jörg Stier, die Kelten in Erlensee,

                                                        Puppenmuseum Hanau, Fahrradkultour rund um Erlensee

                                                 

Galerie im Kunstraum                 Ausstellungen, Lesungen, Kabarett, Kleinkunst, Konzerte


Kabarett und Comedy                 Hohler Chaussee, Carl Maria von Heddernheim,

                                                        Der Weck ist das Ziel, 1000 Busse und ein Knopf


Mitmachkunst                              zum Erlenseer Familienpicknick


Musik, Konzerte                          zum Zuhören oder Mitmachen


Pflanzaktionen                             in und um Erlensee


Sommernachtsgarten                mit Musik und Kleinkunst


Walking Acts                                Diebacher Hof- und Gassenfest, Stadtfest Erlensee


Wohnzimmerlesungen               Plausch und Literatur

Rückblick auf allerlei Veranstaltungen

"Das Moltke-Projekt" in Erlensee - intensiv und bewegend

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." hatte am Mittwoch, 30. Oktober 2019, zu einer beeindruckenden szenischen Lesung eingeladen. Nicht alle Plätze der kleinen Fallbachhalle waren besetzt, doch dies hatte einen guten Grund: parallel fand in Erlensee eine kurzfristig angesetzte Bürgerversammlung zum bevorstehenden Bürgerentscheid statt. Aktive, direkte Demokratie -, das war vor 75 Jahren in Deutschland undenkbar!
Ein guter und hoffnungsfroher Rahmen für den Abend.
Ein achtköpfiges Ensemble setzte unter der Regie von Michael Becker das Moltke-Projekt - "Wenn die Welt in Stücke fällt" einfühlsam und eindrucksvoll um. In einem symbolisierten Gefängnis lasen die Schauspieler Antonia Görge und Marcel Zauner-Wieczorek aus den "Abschiedsbriefen Gefängnis Tegel".
Das Ehepaar Helmuth James und Freya von Moltke schrieb sich von Herbst 1944 bis zu Moltkes Hinrichtung im Januar 1945 fast täglich Briefe, die von Harald Poelchau, dem Gefängnispfarrer von
Berlin-Tegel, unter Lebensgefahr geschmuggelt wurden. Der Briefwechsel, großartige menschliche Dokumente einer liberalen, humanitären Gesinnung, ist vollständig erhalten.

Helmuth James von Moltke wurde am 23. Januar 1945 hingerichtet. Freya von Moltke trat ihr Leben lang für Menschlichkeit und Versöhnung ein; sie starb 2010, fast 100 Jahre alt.
Antonia Görge (Freya) und Marcel Zauner-Wieczorek (Helmuth) gelang es von Beginn an, das
"Leben zwischen Leben und Tod" und die unerschütterliche Liebe, den starken Mut und Glauben von
Freya und Helmuth von Moltke spürbar zu machen.
Die Intensität des Spiels der beiden Schauspieler war oft erschütternd und manchmal fast unerträglich bewegend, dabei schön und voller Wärme: man hätte eine Stecknadel fallen hören, so konzentriert und gebannt verfolgte das Erlenseer Publikum die gesamte Aufführung.

Zusätzliche Bild- und Videosequenzen, Toneinspielungen und Textergänzungen der Mitakteure
Tim Gottschlag, Martin F. Herndlhofer, Ralf Paul und Monika Reif beleuchteten Themen wie Faschismus, Widerstand, Krieg und seine Folgen und schufen Bezüge zum Hier und Jetzt.
Die Gegenüberstellung von zum Teil gegensätzlichen und auch tagesaktuellen Inhalten verdeutlichte,
wie leicht es auch heute noch zu einer Katastrophe kommen kann.
Der von Wolfgang Prieß geschaffene und zum Teil live eingespielte Soundtrack verstärkte in seiner zurückhaltenden, doch sehr intensiven Komposition noch die emotionale Wirkung der szenischen Lesung.
Zum Ende der Aufführung kam es zu einem intensiven Gesprächs- und Gedankenaustausch zwischen
den Akteuren und dem sehr beeindruckten Publikum. Die einhellige Meinung: "Allerlei Kultur" hatte
mit dem "Moltke-Projekt" eine der bewegendsten Aufführungen auf den Spielplan gebracht.


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Slideshow (© allerlei, Fotos: M.Semmler)

"Wenn die Welt in Stücke fällt"

Szenische Lesung der Internationalen Bühne Frankfurt

aus dem Briefwechsel zwischen Helmuth James und Freya von Moltke, 1944/45


"Allerlei Kultur Erlensee e.V." lädt am Mittwoch, 30. Oktober 2019, zu einer sicher beeindruckenden szenischen Lesung in den kleinen Saal der Fallbachhalle ein.

- Berlin Tegel, im Herbst 1944: Der 37 Jahre alte Jurist Helmuth James von Moltke, Mitglied der Führung des Kreisauer Kreises, wartet auf seinen Prozess vor dem Volksgerichtshof - und auf seine Hinrichtung.

Während seiner Haftzeit schreiben er und seine Frau Freya sich fast täglich Briefe.
Manchmal spricht Verzweiflung aus den Texten, noch häufiger aber tiefer Glaube, Dankbarkeit und Mut. Freya fordert ihren Mann zur Kühnheit auf. Für die Gerichtsverhandlung verfasst er eine offensive Verteidigungsschrift. Er will dem berüchtigten Präsidenten des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, auch im Angesicht des Todes die Stirn bieten.
Auf Grundlage der "Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel" von Helmuth James und Freya von Moltke, 1944/45 wird unter Leitung des Erlenseer Regisseurs Michael Becker "das Moltke-Projekt" einfühlsam und eindrucksvoll szenisch umgesetzt. In einem symbolisierten Gefängnis in der Fallbachhalle lesen Schauspieler abwechselnd aus den Briefen des Ehepaars. Der Briefwechsel der Eheleute Moltke ist vollständig erhalten.
"Wenn die Welt in Stücke fällt" - Videosequenzen, Toneinspielungen und kurze Spielszenen machen
das "Leben zwischen Leben und Tod" spürbar und verstärken die Emotionalität.
Anhand verschiedener Quellen werden Themen wie Faschismus, Widerstand, Krieg und seine Folgen beleuchtet, sowie Bezüge zum Hier und Jetzt geschaffen. Durch die Gegenüberstellung von zum Teil gegensätzlichen Inhalten wird deutlich, wie leicht es zu einer Katastrophe kommen kann.
Helmuth James von Moltke wurde am 23. Januar 1945 hingerichtet.
Freya von Moltke trat ihr Leben lang für Menschlichkeit und Versöhnung ein; sie starb 2010, fast 100 Jahre alt.

Mitwirkende des "Moltke-Projekts": Antonia Görge, Tim Gottschlag, Martin F. Herndlhofer,
Ralf Paul, Wolfgang Prieß, Monika Reif, Marcel Zauner-Wieczorek,
Regie: Michael Becker

Die von der Stadt Erlensee unterstützte Veranstaltung von "Allerlei Kultur Erlensee e.V." findet am Mittwoch, 30. Oktober um 20.00 Uhr im kleinen Saal der Fallbachhalle, Eugen-Kaiser-Str.22, in Erlensee statt (Einlass ab 19.45 Uhr). Eintrittskarten zum Preis von 10,00 Euro gibt es ab 10.Oktober im Vorverkauf: PBS-Shop Meyer, Langendiebacher Str.62 und an der Abendkasse)

Allerlei Kultur Erlensee öffnet die "Sonntagsschule":
"Kunst und Kitsch, Kitsch oder Kunst?"

Prof. Dr. Stephan Starischka macht sich allerlei Gedanken

Sonntag, 15.09.2019, 11 Uhr, Kunstraum Erlensee, Friedrich-Ebert-Str.7

Bereits im vergangenen Jahr hatte Prof. Dr. Stephan Starischka, "Allerlei Kultur"-Mitvorstand, mit einem verwegenen Expertenteam wohl endgültig die Frage geklärt, was KUNST eigentlich ist. Nun bringt Stephan Starischka noch mehr Licht ins Dunkel der Künste und stellt sich einer weiteren großen Herausforderung: dem KITSCH.
Es ist doch alles ganz einfach: Das ist Kunst! Und noch viel einfacher: Das ist Kitsch!

Im Zweifel wird gegoogelt.

Allerlei Kultur Erlensee sieht’s komplexer, hat Klärungsbedarf festgestellt und lädt deshalb zu einem "Schulbesuch etwas anderer Art" ein: Am Sonntag, 15. September, Punkt 11.00 Uhr, startet erstmals die "Allerlei Sonntagsschule" im Kunstraum in der Friedrich-Ebert-Str.7 in Erlensee.

Zum Thema: "Kunst und Kitsch, Kitsch oder Kunst?" führt Stephan Starischka seine Schülerschaft Schritt für Schritt, mediengestützt und sprachgewitzt näher an den "Kitsch" heran.
Amüsante oder erschütternde Beispiele aus Wohn- und Esszimmer, Hof und Garten, Urlaubsmitbringsel, Ererbtes und Ertrödeltes können, zum Greifen nah, wiedererkannt werden.
Beliebte Bildmotive aus mehreren Jahrhunderten, wie auch unzweifelhaft prominente, hochpreisige Exponate der letzten Jahrzehnte laden die Sonntagsschüler bzw. das Publikum zum Mitdenken ein.
In den Unterrichtseinheiten: "Große Kunst", Traditioneller Kitsch, Pop-Art, "Kitsch-Art" wird vieles geklärt, doch es bleiben Fragen... Bei alledem sind Spaß und Witz zulässig und Lacher sowieso unvermeidbar.

Die Sonntagsschule findet im passenden Ambiente statt: im Erlenseer "Kunstraum", einem ehemaligen Ladengeschäft in der Friedrich-Ebert-Straße 7, inmitten von allerlei aktuellen Werken der gastgebenden Kunsträumer.

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." erhebt kein "Schulgeld", freut sich aber über eine Spende. 

"2019 - Die Zukunft von gestern heute"

retrofuturistische Lesung von Lenhart & Weiss
zum 50. Jahrestag der ersten Mondlandung am 20. Juli 1969

Nach Motiven aus dem Buch "2019-07-20: Ein Tag im 21.Jahrhundert"
von
Arthur C. Clarke (Autor von "2001-Odyssey im Weltraum")
Freitag, 19.07.2019, 20 Uhr, Kunstraum Erlensee, Friedrich-Ebert-Str.7


Heute blicken wir - von gestern aus - in die Zukunft des Jahres 2019.  Wie das?

Fasziniert, Prognosen von gestern zu lesen über eine Zukunft, in der wir heute leben,
beamen die beiden retrofuturistischen Zukunftsforscher Hans-Jürgen Lenhart & Jürgen Weiß vergessene Visionen aus dem Mondstaub der Archive in unsere heutige Zeit. So huldigen sie dem britischen Schriftsteller Arthur C. Clarke, der unter anderem die Story zum
berühmten Science-Fiction-Filmklassiker "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick schrieb.

Im Jahr 1986 veröffentlichte Clarke, ein Visionär neuer Techniken, sein Buch:

"2019-07-20: Ein Tag im 21. Jahrhundert".

Der Titel ist kein Zufall: am 20. Juli 2019 feiern wir das 50jährige Jubiläum der ersten Landung von Menschen auf dem Mond; ein Datum, das damals den Aufbruch der Menschheit in die Zukunft symbolisierte. Dementsprechend ist Clarkes Buch auch ein sehr optimistisches Buch, das die Möglichkeiten der Zukunftstechnik zum Wohle der Menschheit preist.

Bei der Lesung von Lenhart & Weiß, beide bekannt für ihre visionären Erscheinungen und zukunftsweisenden Prognosen, wird es nicht nur technokratisch-wissenschaftlich zugehen. Zielsicher werden Episoden aus Clarkes Buch heraus gelasert, die außer größtem Erstaunen gar manche Lacher auslösen dürften.

Unbeeindruckt vom aktuellen Rummel um den 50. Geburtstag des ersten Mannes im Mond, behalten

die beiden Zukunftsforscher Kurs und Überblick. Entwicklungen, die Clarke unter den Teppich kehrte,
seien es Terrorismus oder Klimakatastrophe, erfahren eine kritische Würdigung.

Auch andere Science-Fiction-begeisterte Autoren kommen zu Wort und weitere Verrücktheiten
an historischen Prognosen über das unvorstellbare Leben in der Zukunft von 2019 werden aus
der Versenkung grauer Vorzeit ins grelle Licht von heute gezerrt.

Und wer glaubt, dass im Fortschreiten künstlicher Intelligenz die Zukunft am besten beschrieben ist:
Es geht noch viel radikaler. Außerdem, was nützt künstliche Intelligenz, wenn es mit der natürlichen Intelligenz immer mehr hapert?

Gelöst von Raum und Zeit darf man sich auf äußerst Überraschendes, Verblüffendes und unfreiwillig Komisches gefasst machen. Eine psychologische Betreuung nach der Lesung wird angeboten.

Der Eintritt ist frei, der Hut geht um.

Lenhart+Weiss Zukunft (3a)
Lenhart+Weiss Zukunft (3b)
Lenhart+Weiss Zukunft (2)
Lenhart+Weiss Zukunft (1)
Lenhart+Weiss Zukunft (5)
Lenhart+Weiss Zukunft (6)
Lenhart+Weiss Zukunft (8)

Slideshow (© allerlei, Fotos: R.Lorenz)

"Allerlei" rollte über das 6. Diebacher Hof- und Gassenfest
Stets für eine Überraschung gut: die Aktiven von "Allerlei Kultur Erlensee"

Unter dem Motto: "Rundes mit Ecken und Kanten" rollten die Erlenseer Kulturschaffer einen Dodekaeder (Zwölfflächner) kreuz und quer durch Gassen und Höfe.
Mit großem Hallo wurde der über 2,50 Meter hohe, von Allerlei-Aktivist Herbert Rüger aus Ästen und Stricken geschaffene Körper über das Straßenfest gewälzt und abenteuerlich durch die Menschenmassen bugsiert. Das mächtige Gebilde mit 12 fünfeckigen Flächen, 20 Ecken und 30 Kanten versetzte viele Besucher in Erstaunen.
Das "Allerlei"-Team nutzte eingelegte Roll-Pausen zwar für kulturhistorisch mehr oder weniger bedeutsame Kurzauftritte mit Clownereien und Ansprachen an das Volk, hielt sich jedoch bei der (Er)Klärung des Dodekaeder-Sachverhalts bescheiden zurück.
Während manch Gassenfestbesucher noch über den tieferen Sinn der Performance grübelte,
legte sich eine sanfte kulturelle Ruhe über das rätselnde Publikum.
Spektakulärer Schlusspunkt der gut zweistündigen Aktion war ein perfekt integrierter Wolkenbruch.
Typisch "Allerlei", denn darum geht es doch eigentlich immer: Gedanken, Spaß und Fantasien auf leichte Art
in Schwung zu bekommen.

Hof+Gasse 2019 Semmler (10)
Hof+Gasse 2019 Semmler (14)
Hof+Gasse 2019 Semmler (35)
Hof+Gasse 2019 Racek (8)
Hof+Gasse 2019 Racek (24)

Slideshow (© allerlei, Fotos: W.Racek, M.Semmler)

„Allerlei Kultur Erlensee“ spendet Kirschbäume

(pm/ea) – Vor kurzem wurde auf dem Gelände an der Neuen Anlage in der Nähe des alten Friedhofs in Langendiebach ein von der Seniorenwerkstatt ehrenamtlich gebautes Insektenhotel errichtet.
Nun hat „Allerlei Kultur Erlensee e. V.“ zwei Wildkirschbäume und eine Kornelkirsche für diesen Bereich gespendet.
Sie sollen als Anlockpunkt und Nahrungsquelle für die neuen „Hotelgäste“ dienen.
Die Bäume wurden in der vergangenen Woche zusammen mit Mitarbeitern des Bauhofs in der Nähe des Insektenhotels eingepflanzt.














Hebert Rüger, Dr. Axel Friedrich und Jürgen Weiß von Allerlei Kultur Erlensee e. V.,
Bauhofmitarbeiter und der Leiter des Bauhofs Bernd Lapp mit den neuen Kirschbäumen (© Foto: Stadt Erlensee)

"OrgelReise 2 - Von der Romantik zu Blues und Jazz"

- Grenzüberschreitungen und Gemeinsames entdecken -

Günther Wess, Einführung und Orgel

Am Sonntag, 16. Juni 2019, 17 Uhr, lädt "Allerlei Kultur Erlensee e.V." zum zweiten Mal zu einer besonderen Nachmittagsmusik in die Christkönigskirche nach Erlensee ein. In Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde widmet der Erlenseer Kulturverein den musikalischen Nachmittag der Orgel.
Günther Wess wird erneut auf eine Reise durch verschiedene musikalische
Epochen und
Stimmungen gehen; im Konzert will er "Grenzüberschreitungen und Gemeinsames entdecken".

Die Reise beginnt auf der Orgelempore: Dort oben am Orgeltisch der Kreienbrink-Orgel führt Günther Wess das Publikum mit Klangbeispielen in das Programm ein und erläutert den geplanten musikalischen Reiseverlauf. Eine seltene Gelegenheit, Orgelspiel "hautnah" zu erleben!

Töne, Klänge und Rhythmen bilden die Basis aller Musik. Doch allzu sehr grenzt sich die Musik in ihren traditionellen Kategorien und Formen ein.  Die Orgelreise überschreitet diese Grenzen und sucht Überwindendes und Gemeinsames bei internationalen Komponistinnen und Komponisten aus Romantik, Blues und Jazz.
Alles dreht sich um Hören, Erkennen und Empfinden auf einer ungewöhnlichen Entdeckungsreise.

Im Konzert werden u.a. Kompositionen von Rosalie Bonighton, Margaretha Christina de Jong,

Barbara Dennerlein, Leon Boellmann, Herbie Hancock und Najim Hakim zu hören sein.

Der Eintritt zu dieser sicher beeindruckenden Veranstaltung ist frei, um eine Spende für die Kirchenmusik

wird gebeten. Im Anschluss lädt "Allerlei Kultur" zu Reiseausklang und Abschlussgespräch mit dem Organisten in das naheliegende Gemeindezentrum ein.

OrgelReise 2 - Von der Romantik zu Blues und Jazz

- Grenzüberschreitungen und Gemeinsames entdecken -

Einführung und Orgelmusik: Prof. Dr. Günther Wess

Veranstalter: Allerlei Kultur Erlensee e.V. in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde Erlensee
Sonntag, 16. Juni 2019, Beginn: 17 Uhr  

Kath. Kirche Christkönig, 63526 Erlensee, Waldstr.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Kirchenmusik wir gebeten

Grenzüberschreitende Orgelreise

faszinierende musikalische Grenzüberschreitung mit Günther Wess
- über 200 Besucher beim Orgelkonzert in Erlensee -

"Musik muss etwas auslösen! Wir Menschen reagieren alle auf Musik.
Ohne Musik hätten wir die Evolution nicht geschafft"
 - so Günther Wess bei seiner Einführung am Orgeltisch auf der Empore der Christkönigskirche in Erlensee.

Am Sonntag, 16. Juni 2019, hatte "Allerlei Kultur Erlensee e.V." zum zweiten Mal zu einem besonderen musikalischen Nachmittag eingeladen.
Mit überragendem Erfolg: mehr als 200 Menschen gingen mit Prof. Dr. Günther Wess auf eine ganz persönliche Orgelreise durch verschiedene musikalische Epochen und Stimmungen.

Allzu oft grenzt sich die Musik in ihren traditionellen Kategorien und Formen ein; Günther Wess bedauerte

das Verharren in engen Kategorien. Bei seinem diesjährigen Motto "Grenzüberschreitungen" ging es ihm

nicht um Abgrenzungen und Beschränkungen, sondern um gemeinsames und offenes Entdecken.
Nach einer Einführung in Kompositionen und Programm bot Günther Wess virtuos ein breites musikalisches Spektrum mit vielen Stilrichtungen von Romantik bis Blues und Jazz. Alles drehte sich um Hören, Erkennen und Empfinden. Jeder Musik gemeinsam sind Gefühle und Freiheit der Komponisten. Und in allem ist der Klang, den wir wahrnehmen und erleben; darauf reagieren wir.
Neben Kompositionen von Rosalie Bonighton, Margaretha Christina de Jong, Barbara Dennerlein,
Leon Boellmann, Herbie Hancock und Najim Hakim kamen auch kongenial umgesetzte Transkriptionen
und Eigenkompositionen von Günther Wess zu Gehör.
Bemerkenswert: 9 dargebotene Orgelwerke, 3 davon von Frauen komponiert - ebenfalls eine kleine Grenzüberschreitung? Günther Wess weiß die Antwort:
"es gibt keine männliche oder weibliche Musik, es gibt nur gute oder schlechte."

 Das Publikum in der voll besetzten Christkönigskirche war von diesem virtuosen, lebendigen und auch humorvollen Konzert bewegt und begeistert und dankte mit stehenden Ovationen.
Der Eintritt zur Orgelreise war frei, die erbetene Spende zugunsten der Erlenseer Kirchenmusik war reichlich. Im Anschluss luden "Allerlei Kultur" und katholische Pfarrgemeinde zu Reiseausklang und Abschlussgespräch mit dem Organisten in das naheliegende Gemeindezentrum ein.


Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (2)
Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (1)
Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (3)
Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (4)
Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (5)
Orgelreise 2019 B.Ritter-AllerleiKultur (7)

Slideshow (© allerlei, Fotos: B.Ritter)

"Allerlei offene Gärten in Erlensee"

Samstag, 01. und Sonntag, 02. Juni 2019

Eine wunderbare Aktion von "Allerlei Kultur Erlensee":
Bereits zum 6. Mal öffnen sich am Samstag, 1. Juni und Sonntag, 2. Juni private Gärten in Erlensee den interessierten Besuchern. Die Veranstaltung von "Allerlei Kultur" fand in den vergangenen Jahren überwältigenden Publikumszuspruch.
Gartenbesitzer gewähren in Langendiebach und Rückingen einen Einblick in ihre mit viel Liebe geschaffenen kleinen Paradiese. Plakate an den Gartentoren laden zur Visite ein. Interessierte und neugierige Gäste dürfen sich umsehen, Anregungen holen und miteinander ins Gespräch kommen. Es spielt keine Rolle, ob ein Garten groß oder klein ist, ob er sich als Blumenmeer oder Gemüseplantage, modern gestaltet oder naturnah wild präsentiert - "Allerlei offene Gärten" stehen nicht im Wettbewerb. Vielfalt ist gewünscht, denn jeder Garten ist einzigartig, ein Spiegel individueller Persönlichkeiten. Wieder in diesem Jahr: "Kunst im Garten".
Einige der grünen Paradiese in Erlensee präsentieren sich als Open-Air-Atelier, mit Gemälden, Plastiken oder Skulpturen. Sogar musikalische Klänge werden geboten. Die Vielfalt der 10 Gärten zeigt sich in den Themen, mit denen die Gartenbesitzer ihre Besucher überraschen wollen. Beispielsweise geht es vom "Sammlergarten", über den "Garten, in dem immer was blüht", zur "Gezähmten Natur". Oder nach einer "Kleinen Weltreise" zum "Kleinen Paradies aus Wald und Gestrüpp", danach von der "Vielfalt in Grün" zum "Blumengarten mit Keramik". Der "Große, Wilde, Schöne Garten voller Kunst" verspricht Geheimnisvolles, während in der "Idylle am Storchennest" klar ist, wer dort die Hauptrolle spielt. Und allerlei "Klänge im Efeuhof" runden die einzigartige, schöne Veranstaltung musikalisch ab. "Allerlei Kultur in Erlensee" verspricht den Besuchern in jedem Fall ganz besondere Einblicke, Eindrücke und bunte Erlebnisse. Der Eintritt zu allen Gärten ist frei, das Betreten erfolgt stets auf eigene Gefahr, Hunde dürfen gerne draußen bleiben.

"Allerlei offene Gärten in Erlensee" am Samstag, 1. und Sonntag, 2. Juni, jeweils von14 bis 18 Uhr.  

Offene Gärten Ritter (3)
Offene Gärten Ritter (1)
Offene Gärten Ritter (4)
Offene Gärten Ritter (2)
Offene Gärten Ritter (5)
Offene Gärten Mashrki (1)
Offene Gärten Wunder (1)
Offene Gärten Ritter (6)
Offene Gärten Ritter (9)
Offene Gärten Ritter (7)
Offene Gärten Ritter (8)

Slideshow (© allerlei, Fotos: W.Mashrki, B.Ritter, S.Wunder)

"Merci Udo! - Aber bitte mit Sahne" -
Hommage an Udo Jürgens - Sonntag, 31.März 2019

 Nach "Wiener Caféhaus-Musik", einem Besuch im "Café de Paris" und der Reise auf die "Grüne Insel" zum "Irish Coffee", huldigt "Allerlei Kultur Erlensee" in diesem Jahr dem unvergesslichen Udo Jürgens.
Bereits zum fünften Mal präsentiert der Kulturverein - in guter Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Erlensee - am Sonntagnachmittag, 31. März, um 15 Uhr in der kleinen Fallbachhalle eine beschwingte Musikveranstaltung bei Kaffee und Kuchen: Mit dem Konzert "Merci Udo!" geben Lothar Krahl (Gesang) und Gerhard Schaubach (Klavier) eine Hommage an den großartigen Sänger und Komponisten Udo Jürgens und lassen dessen bewegtes Leben mit Anekdoten und unvergessenen Songs Revue passieren.

Der Erlenseer Kaffeehaus-Nachmittag gehört den Hits und Evergreens des österreichischen Sängers und Komponisten. Lothar Krahl und Gerhard Schaubach bringen dabei ihre persönliche, tiefe Verbundenheit zum Sänger und zum Menschen Udo Jürgens überzeugend zum Ausdruck.

Die beiden Musiker werden ihrem Publikum "Griechischen Wein" einschenken und mit "Boogy Woogy Baby" und "Mathilda" Stimmung und Lebensfreude in die Fallbachhalle bringen. Spätestens bei dem legendären

Udo-Jürgens-Kracher "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" werden die Erlenseer Seniorinnen und Senioren sicher lauthals mitsingen.

Im weißen Frack am weißen Piano, später mit dem weißen Bademantel musizieren Sänger Lothar Krahl und Pianist Gerhard Schaubach nicht nur wunderbar, sie haben auch allerlei über Udo Jürgens zu berichten, der als Udo Jürgen Bockelmann in Österreich das Licht der Welt erblickte.
Sein kometenhafter Aufstieg begann 1965/66 mit "Siebzehn Jahr, Blondes Haar" und "Merci, Chérie";
innerhalb seiner über 50-jährigen Bühnenlaufbahn verkaufte Udo Jürgens 105 Millionen Tonträger.

Kurzum: Der "Udo-Jürgens-Nachmittag" in Erlensee verspricht unvergessene Melodien und musikalische Lebensfreude bei Kaffee und Kuchen. Aber bitte mit Sahne!

Die Caféhaus-Musik findet am Sonntag, 31. März, von 15 bis 17 Uhr in der kleinen Fallbachhalle,
Eugen-Kaiser-Str. 22, in Erlensee statt (Einlass 14.45 Uhr).
Der Eintrittspreis beträgt 10,00 Euro,
aromatischer Fair-Trade-Kaffee, leckere Kuchen und natürlich: Sahne! sind dabei inklusive.

Eintrittskarten zu diesem besonderen Kaffee-Nachmittag mit den Melodien von Udo Jürgens sind ab
15. Februar im Vorverkauf im Rathaus Erlensee und bei Druckerei Rüger, Friedrich-Ebert-Str. 38, erhältlich.


AUSVERKAUFT!
"Merci, Udo!" - schon am zweiten Vorverkaufstag sind alle Eintrittskarten zur Hommage an Udo Jürgens vergeben. Ein schöner Erfolg für "Allerlei Kultur Erlensee e.V." und bereits der fünfte ausverkaufte Caféhausnachmittag, der alljährlich in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt veranstaltet wird.

Vali Mayer: "BASS SO LOW" - Jazz und Comedy aus der Schweiz

Freitag, 30.November 2018, 20 Uhr, Kleine Fallbachhalle, Erlensee

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." lädt zu einer besonderen musikalischen und humorvollen Veranstaltung ein:

Am Freitag, 30. November, ist der weltbekannte Schweizer Kontrabassist Vali Mayer mit seinem Soloprogramm "BASS SO LOW" Gast im kleinen Saal der Fallbachhalle.

Vali Mayer ist ein Kontrabassist der Sonderklasse, dem man ebenso fasziniert wie vergnügt zuhört und auch zuschaut. Er verfügt über jedes spieltechnische Mittel. Dabei besticht er nicht nur durch sein Bassspiel, sondern verblüfft immer wieder mit seinen Vokalinterpretationen und seinen mit Schweizer Charme vorgetragenen Geschichten.

„Die Idee für meine Show verdanke ich eigentlich einem Zufall. Auf einer Tournee in Deutschland in den 80er Jahren waren meine Bandkollegen auf der Transitstrecke durch die DDR aufgehalten worden. Fazit: Ich stand alleine auf der Bühne!“

Das war die Geburtsstunde von "BASS SO LOW".

Ein Thema seiner Geschichte ist natürlich immer wieder sein Leben als Bassist, die Schwierigkeiten beim Transport des Instrumentes, aber auch die oft erstaunlich geringen Kenntnisse über das Bassspiel selbst,

sogar bei sogenannten Musikexperten, Jazzfans, um nicht gar zu sagen auch bei Musikern.

So sind aus seinen Geschichten mit der entsprechenden Begleitung am Bass kleine Musikstücke entstanden. Nebst gesprochenen und instrumentalen bluesigen und jazzigen Nummern sind seine komödiantischen Übergänge humorvoll und zuweilen äusserst bissig.

Das Publikum kommt nicht nur in den Genuss guter Unterhaltung, sondern bekommt in einer Art "Crash Kurs" auch die einen oder anderen Geheimnisse des Kontrabassspiels geboten. Und warum sollte man nicht auch etwas über die Freuden und Leiden eines Bassisten erfahren dürfen?

Vali Mayer, ein Urgestein der nationalen und internationalen Jazzszene,

zeigt mit seinem komödiantischen Soloprogramm nicht nur die Höhen und Tiefen einer reichen Karriere,

sondern zieht auch sämtliche Register seines Könnens.

Britta Boerdner liest aus ihrem Roman "Am Tag als Frank Z. in den Grünen Baum kam"

Freitag, 2.November 2018, 20 Uhr

"Kunstraum", Friedrich-Ebert-Str. 7, Erlensee-Langendiebach, Eintritt: 8.--€

Wie ein Blitz schlägt Frank Z., ein Musiker aus Kalifornien, an einem heißen Sommerwochenende des Jahres 1969 in den beschaulichen Ort in der Wetterau ein. Aus der Dorfdisko hört man zwar schon Beatmusik, aber der Alltag in Randstetten ist von den wilden Sechzigern noch weit entfernt.

Als der amerikanische Hippie mit seinem VW Käfer wegen einer Panne liegenbleibt, gerät das Leben der Ortsbewohner in Unordnung. In der Pension "Zum Grünen Baum" begegnet er Ev, der siebzehnjährigen Tochter des Hauses. Ev verliebt sich in ihn und eine bislang verschwiegene Geschichte droht sich zu wiederholen. Doch die Veränderungen, die das plötzliche Auftauchen des Amerikaners in Gang gesetzt hat, sind längst nicht mehr aufzuhalten.

Mit sicherem Gespür für Stimmungen und die Seelenzustände ihrer Figuren gelingt es Britta Boerdner, die Atmosphäre der Zeit einzufangen und durch ihre präzise Sprache in flirrendes Schwingen zu bringen. Es geht aber um mehr. Die US-Kultur schwappt in die Provinz am Rande Frankfurts, die Musik vor allem. Sunshine Superman, Suzie Q, In-A-Gadda-Da-Vida - schon auf den Innenseiten der Buchdeckel reihen sich die Namen der Songs und Musiker, die auch im Text wieder auftauchen: von Stevie Wonder über Simon & Garfunkel und Crosby, Stills & Nash bis hin zu Big Mama Thornton.

"Die junge Generation weiß heute gar nicht mehr, wie prägend die US-Kultur einmal im Rhein-Main-Gebiet war", sagt die 1961 in Fulda geborene Britta Boerdner. Die gelernte Buchhändlerin und studierte Amerikanistin wuchs selbst in Gelnhausen auf und erfuhr hautnah, wie stark die US-Soldaten das Städtchen prägten.

Doch der Roman erzählt keine Idylle, im Gegenteil. Der Fremde aus Amerika, der da mit seinem VW-Käfer

in der Wetterau strandet, stößt in der Dorfgemeinschaft auf teils wütende und aggressive Ablehnung.

Und da ist die Geschichte plötzlich ganz in der deutschen Gegenwart angekommen.

"Britta Boerdners Buch ist kein Heimatroman, sondern eine einfühlsame aber auch ungeschminkte Zeitreise im Sound der 68er. Absolut lesenswert!" (Hauptsache Kultur, hr-fernsehen)

"Man hat beim Lesen den Eindruck, dass die Schilderungen ... minutengenau sind, so präzise und dicht wird alles beschrieben. Ein Buch, das einen trägt. ... Leseempfehlung mit Ausrufezeichen!" (Bianca Schwarz, hr2 kultur)

Nach der Lesung lädt "Allerlei Kultur Erlensee" die Gäste noch zu einem Chill-out mit der Autorin ein. Und natürlich darf dabei der Soundtrack zum Buch nicht fehlen!


Mittwoch, 24.Oktober 2018, 20 h, szenische Lesung im Kunstraum Erlensee

"Kunst ist's, wenn ..."

Allerlei Kultur Erlensee macht sich Gedanken zur Kunst

Texte für Gehör und Gehirn - Szenische Lesung

Wird endlich geklärt, was "KUNST" eigentlich ist? Zumindest verspricht am Mittwoch, 24.Oktober 2018, im "Kunstraum" in der Friedrich-Ebert-Str.7 in Erlensee um 20 Uhr

ein verwegenes Expertenteam von "Allerlei Kultur" ein- oder mehrdeutige Antworten auf die ewige Frage.

Unter sanfter Obhut von Prof. Dr. Stephan Starischka hat ein Allerlei-Quartett

wesentliche Texte und Meinungen zusammengetragen: recht hemmungslos geht es dabei durch die Kulturgeschichte.

Manch Alter Meister wird entblößt, manch junger Wilder muß sich warm anziehen.

Auch Galeristen und Kunstbetrachter bekommen (nicht nur im Beuys´schen Sinne) ihr Fett weg.

Da tropft das Acryl, kocht die Ölfarbe und erstarrt die Plastik.

Anerkannte Sachverständige wie: Arno Schmidt, Frank Wedekind, Robert Gernhardt, F.W. Bernstein,

Jürgen Becker und allerlei andere Geistesgrößen kommen zu Wort.

Was also ist "Kunst"? Die Allerlei-Aktivisten lesen und texten, was das Zeug hält und zeigen sich

erschreckend unerschrocken. Doch braucht das Publikum keine Angst zu haben: das scheinbar unfassbare Thema "Kunst" wird kontrolliert gebändigt, Kurzweil geht vor Langeweil.

Und natürlich geschieht das alles im passenden Ambiente: im Erlenseer "Kunstraum", einem ehemaligen Ladengeschäft in der Friedrich-Ebert-Straße 7, inmitten von allerlei aktuellen Werken der gastgebenden Kunsträumer.

Die "Kunst-Lesung" ist ein weiteres außergewöhnliches Experiment von "Allerlei" und verspricht viele interessante und amüsante Momente. Wahre Kunst ist nicht käuflich, daher ist der Eintritt frei.

allerlei Linsen: 5.Ess- und Schwätz-Abend in Erlensee

Mittwoch, 17.Oktober 2018, 19.30 h, Linsen-Abend im Calaminus-Haus

- "Allerlei Kultur Erlensee" ehrt die Hülsenfrucht -

Nach Apfel, Bärlauch, Roter Bete und Senf huldigt „Allerlei“ diesmal einer Hülsenfrucht:

der Abend ist der Linse gewidmet.

Seit tausenden von Jahren ernährt die Linse den Menschen, sie ist eine der ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Der Erlenseer Kulturverein "Allerlei" ehrt nun die eher bescheidene Linse und rückt sie ins Rampenlicht, bzw. serviert sie in verschiedenen Varianten auf den Tellern. Dabei erfüllen die Erlenseer "Allerleis" bei einem überraschenden Mehrgänge-Menü voller Linsen-Leckereien auch ihren kulturellen Auftrag: die Gäste erfahren allerlei Wissenswertes und Amüsantes zur gelobten Hülsenfrucht. Die Besucher des Linsen-Abends dürfen sich auf schmackhafte und unterhaltsame Stunden freuen.

Doch sollte man sich ´ranhalten: Die bisherigen "Ess- und Schwätz-Abende" von "Allerlei" waren stets rasch ausverkauft, das Platzangebot ist begrenzt. Der Kostenbeitrag zu dieser besonderen Veranstaltung beträgt 10.-- € (inkl. Verzehr) Eintrittskarten sind ab 1.10.2018 im Vorverkauf bei PBS-Shop Meyer, Langendiebacher Str.62, Erlensee, erhältlich.

Slideshow (© allerlei, Fotos: S.Pabst, B. Ritter, M. Semmler, J.Weiß)

Musik im Kunstraum:

Allerlei Kultur Erlensee lädt zur "MitmachMusik" ein

Samstag, 8.September 2018, 19 h, besonderes Konzert im "Kunstraum":

es wird gemeinsam musiziert und improvisiert. Im Vordergrund stehen dabei stets

der gemeinsame Spaß am Klangerzeugen, die Intuition und das Entdecken neuer Töne, Rhythmen und Melodien.

Das "MitmachKonzert" ist offen für jeden; interessierte Akteure können eigene akustische Instrumente mitbringen. Man kann aber auch einfach nur zuhören und den Klängen lauschen.

Bereits zum dritten Mal öffnet sich der Kunstraum Erlensee diesem Projekt.

Neu ist diesmal der Verzicht auf verstärkte und elektronische Instrumente,

gespielt wird unplugged und handgemacht. Dazu präsentieren allerlei Kunsträumer in dem ehemaligen Ladengeschäft in der Erlenseer Friedrich-Ebert-Straße 7 ihre aktuellen Werke.

Der Kunstraum ist ein besonderer Veranstaltungsort für "Allerlei Kultur Erlensee", wo in loser Folge auch Kabarett, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen auf dem Programm stehen. Das "Mitmachkonzert" ist ein außergewöhnliches musikalisches Experiment und verspricht viele interessante Momente. Der Eintritt ist frei.

Man darf gespannt sein!

Mehr Informationen zu "Kunstraum" und "Allerlei Kultur in Erlensee e.V." gibt es im Internet:

www.allerleikultur.de    www.facebook.com/AllerleiKultur    www.kunstraum29.webnode.com

Kabarett im Kunstraum:

LENHART & WEISS - Das Schrägste aus 10 Jahren:

The Best of 2008 - 2018

Freitag, 24.August 2018, 20h, im Kunstraum Erlensee, Friedrich-Ebert-Str. 7

Eintritt frei, der Hut geht um

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." feiert am Freitag, 24. August, mit "Kabarett im Kunstraum" eine kleine Premiere: Erstmals nutzt der rührige Kulturverein die im April eröffneten Galerieräume in der Friedrich-Ebert-Str.7 in Langendiebach als kulturelle Bühne.

Und geht damit gleich in die Vollen, denn das schräge Duo Lenhart & Weiß ist weder einzig, noch artig, und brav schon mal gar nicht.

Die beiden kennen sich aus ihrer Schulzeit im vergangenen Jahrtausend, doch erst in den letzten zehn Jahren wurden sie auch ein künstlerisches Duo: Hans-Jürgen Lenhart, Kleinkünstler, Sprachspieler, Satiriker und Lesebühnenbetreiber, und Jürgen Weiß, Perkussionist und Texter, der gerne mal Wissenswertes wortgewandt verwurstet. Weiß übernahm anfangs, 2008, die musikalische Begleitung der Programme Lenharts, daraus erwuchs eine immer dichtere Zusammenarbeit als Dialogpartner und in künstlerischer sowie organisatorischer Hinsicht. Auch bei den Lesebühnen im Hanauer Brückenkopf und im Großauheimer Café Art arbeiten sie konstruktiv zusammen.

10 Jahre gemeinsames Bühnenjubiläum: Zeit also für einen Rückblick.

Lenhart & Weiß sind in Erlensee bereits zum dritten Mal Gast von "Allerlei" und tönten stets vor vollem Hause. Dabei kennen sie keine Gnade und setzen das Publikum den unterschiedlichsten Wallungen aus. Doch welch ein Glück: bei allem Un- und Hintersinn überwiegt und siegt das Lachen.

Für den Best-of-Abend erfuhren viele Text-Hits der zahlreichen gemeinsamen Programme erfrischende Updates, dazu gibt es sogar einige Premieren. So hat man die beiden also noch nicht erlebt. Das Spektrum reicht von witziger Sprachakrobatik über logische Verwirrspiele bis zu grotesken Satiren. Märchen werden auf den Kopf gestellt, Texte durch den stilistischen Fleischwolf gedreht und es wird auch gesungen, dass die Scheiben zittern.

Als Höhepunkt wird die Begeisterung für den deutschen Fußball nach dem WM-Debakel neu erweckt und alles radikal anders gemacht. Da hat der DFB keine Chance mehr. Also: nix wie hin! Denn wie schon Willy Brandt sagte: "Da wird zusammengehört, was zusammengewachsen ist." Oder so ähnlich jedenfalls.

... wenn dem Schnapperwanst der Wamsen knullt:

Großer Spaß mit Lenhart & Weiß im Kunstraum Erlensee

Was für eine Premiere! "Allerlei Kultur Erlensee e.V." feierte am Freitag, 24. August, mit "Kabarett im Kunstraum" einen grandiosen Einstand der neuen kulturellen Bühne in den Galerieräumen der Langendiebacher Friedrich-Ebert-Straße.

Allerlei traf mit dem Auftritt des geradeheraus-schrägen Duos Lenhart & Weiß voll ins Schwarze.

Hans-Jürgen Lenhart, Kleinkünstler, Sprachspieler und Lesebühnenbetreiber, und dessen BetreuerJürgen Weiß, Perkussionist und Texter, gaben Alles und manchmal noch Mehr. Die Beiden waren bereits zum dritten Mal Gast von "Allerlei" und tönten stets vor vollem Hause.

So auch bei der Premiere: der Kunstraum war bis auf den allerletzten Platz gefüllt. Das Publikum saß Schulter an Schulter und gab sich Halt, wenn es vor Lachen kaum ein Halten mehr gab.

Lenhart & Weiß kennen sich aus ihrer Schulzeit im vergangenen Jahrtausend, doch erst 2008 wurden sie auch ein künstlerisches Duo. Höchste Zeit also, sich selbst mit einem Best-Of-Abend zu huldigen und dem Publikum das Schrägste aus den vergangenen 10 Jahren zu präsentieren.

Es ging, neben kurzen Momenten stiller Besinnlichkeit, meist recht wild zu: Schon zu Beginn wurde mit einem weihevollen "Urbi et Orbi" auch dem trockensten Lateiner klar, wohin an diesem Abend die Reise führen sollte.

Zur scheinbaren Beruhigung wurde, Grimm-Sala-Bimm, ein Märchenteil eingeschoben: da rumpelte stilz der Dämling und Wehschnittchen rapurzelte ins Brünnlein vor dem Tor.

Auch die Musik kam nicht zu kurz. Jürgen Weiß brillierte mit Klängen auf dem "Hang", der in der Schweiz aus eingeschmolzenen Wok-Pfannen gehämmert wird; aber man muß ja nicht alles glauben. Ausnahmegitarrist Hans-Jürgen Lenhart lehrte den Zuhörern die Kunst des Blues und wies dem Publikum mit seinem einfühlsamen Toiletten-Song musikalisch den Weg in die Pause.

Auch für Goethe und Schiller gab es kein Erbarmen, die Klassiker trafen auf einen Hund namens Waldi.

Heiner und Phillip schauten vorbei und ein enthemmtes Opernduett mit Basssopran und Mezzotenor verlangte dem weichgelachten Auditorium Alles ab.

Schlußendlicher Höhepunkt des Abends war die Konferenzschaltung zur alternativen deutschen Fußballmeisterschaft. Nach dem furchtbaren WM-Debakel gelang es Lenhart & Weiß, im Kunstraum das Feuer der Fußballbegeisterung neu zu entfachten; die Tor- und Jubelschreie der entfesselten Besucher sollen noch in Hanau gehört worden sein.

Fazit und Endergebnis des Kabarettabends im Kunstraum: 3:0. Die Akteure spielten sich in Ekstase, das Publikum war begeistert und Allerlei hatte Erlensee eine weitere großartige Veranstaltung geschenkt.


Slideshow (© allerlei, Fotos: B. Ritter, M. Seidel, M.Tepel)

Allerlei offene Gärten in Erlensee

Samstag, 26. Mai und Sonntag, 27. Mai 2018

Eine wunderbare Aktion von "Allerlei Kultur Erlensee":

Bereits zum 5.Mal öffnen sich private Gärten in Erlensee den interessierten Besuchern. Wegen des überwältigenden Publikumszuspruchs der vergangenen Jahre wird diese schöne Veranstaltung fortgesetzt.

Gartenbesitzer gewähren in Langendiebach und Rückingen einen Einblick in ihre mit viel Liebe geschaffenen kleinen Paradiese. Plakate an den Gartentoren laden zur Visite ein. Interessierte und neugierige Gäste dürfen sich umsehen, Anregungen holen und miteinander ins Gespräch kommen. Es spielt keine Rolle, ob ein Garten groß oder klein ist, ob er sich als Blumenmeer oder Gemüseplantage, modern gestaltet oder naturnah wild präsentiert. Allerlei Vielfalt ist gewünscht, denn jeder Garten ist einzigartig, ein Spiegel individueller Persönlichkeiten.

Neu in diesem Jahr: "Kunst im Garten". Viele der grünen Paradiese in Erlensee präsentieren sich als Open-Air-Atelier, mit Gemälden, Plastiken oder Skulpturen. Die Vielfalt der Gärten zeigt sich in den Themen, mit denen die Gartenbesitzer ihre Besucher überraschen wollen. Beispielsweise geht es vom "Sammlergarten", über den "Garten im Bilde", zur "gezähmten Natur". Oder nach einer "Kleinen Weltreise", zum "Kirschbaum im mediterranen Flair", danach vom "Landhausgarten an der Kinzig", zum "Wohlfühlgarten". Der "Lost Garden" verspricht Geheimnisvolles, der "Garten Kunterbunt" macht seinem Namen alle Ehre, während in der "Idylle am Storchennest" klar ist, wer dort die Hauptrolle spielt.

"Allerlei Kultur in Erlensee" verspricht den Besuchern in jedem Fall ganz besondere Einblicke, Eindrücke und bunte Erlebnisse. Der Eintritt zu allen Gärten ist frei, das Betreten erfolgt stets auf eigene Gefahr, Hunde dürfen gerne draußen bleiben.


"Irish Coffee" in Erlensee - musikalische Reise durch Irland Sonntag, 18. März 2018

Lieder, Songs und Geschichten von der "Grünen Insel" mit "Amarank"

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." besucht in diesem Jahr die "Grüne Insel": Nach "Wiener Caféhaus-Musik" und einem Besuch im "Café de Paris" geht die Reise diesmal nach Irland.

Bereits zum vierten Mal präsentiert der Kulturverein - in guter Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Erlensee - am Sonntagnachmittag, 18.März 2018, um 15 Uhr im Bürgerhaus "Zum Neuen Löwen" eine beschwingte Konzertveranstaltung zur Kaffeezeit mit irisch-keltischer Musik der Gruppe "Amarank".

"Amarank" spielen ihre Melodien und Songs auf verschiedenen akustischen Instrumenten. Mit Fiddle, Tinwhistle, Gitarre, Bodhran und Gesang musizieren Uwe Frühm, Tommi Reuther und Thomas Stadtmüller irischen, schottischen und bretonischen Folk: Celtic Folk Music. Zwischendurch sorgen irische Geschichten und Episoden für weitere amüsante Unterhaltung.

Kurzum: Der "Irish-Coffee-Nachmittag" in Erlensee verspricht irisches Temperament und Lebensfreude!

Die Veranstaltung für Jung und Alt findet am Sonntag, 18. März, von 15 bis 17 Uhr im Bürgerhaus

"Zum Neuen Löwen", Hauptstr. 4-6, in Erlensee statt. (Einlass 14.45 Uhr) Der Eintrittspreis beträgt 8,00 Euro, aromatischer Fair-Trade-Kaffee, leckere Scones und Kuchen sind dabei inklusive. Und natürlich darf auch "Irish Coffee" nicht fehlen!

Der Irische Nachmittag ist eine weitere gemeinsame Veranstaltung von "Allerlei Kultur" mit der Stadt Erlensee und dem Seniorenbüro. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, das kulturelle Leben der jungen Stadt zu fördern, mitzugestalten und zu bereichern. Die "Allerlei"-Caféhaus-Nachmittage der vergangenen Jahre waren große Erfolge und rasch ausverkauft.

Slideshow (© Allerlei)

Allerlei Kultur Erlensee präsentierte "Ensemble Lilienfeld" 

Donnerstag, 9. November 2017

Besinnliche Lieder und Chansons zum Pogrom-Gedenken in Erlensee

Ein besonderer und würdiger Abend! Nach dem gemeinsamen Gedenken von Evangelischer Kirchengemeinde, Stadt Erlensee und vielen Bürgerinnen und Bürgern zur Pogromnacht 1938 am Ort der ehemaligen Langendiebacher Synagoge, hatte "Allerlei Kultur Erlensee e.V.“ zu einem besinnlichen Konzert eingeladen.

Das "Ensemble Lilienfeld" begleitete schon einige Male die Gedenkstunden zum 9.November in Erlensee. Auf Wunsch von "Allerlei" kam es nun in diesem Jahr zu einem eigenständigen Konzert in der evangelischen Kirche Langendiebach.

Seit über 10 Jahren umrahmen Gerhard Klink am Kontrabass, Klaus Schenk an Vibraphon und George Wagner mit Gitarre die beeindruckende Stimme der aus Erlensee stammenden Evelyn Lilienfeld.

Die Musiker hatten zu diesem Abend ein spezielles Programm zusammengestellt. Ihre vertonten Gedichte unterstrichen die Aktualität der Botschaften von Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz und anderen; die Zeitlosigkeit des musikalisch kongenial umgesetzten "Afghanistan"-Gedichts von Theodor Fontane aus dem späten 19. Jahrhundert berührte die Zuhörer besonders. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten lateinamerikanische Balladen von Mercedes Sosa,Tangos von Astor Piazzolla, sowie Balladen der israelischen Sängerin und Komponistin Noa.

Das Konzert in Erlensee beeindruckte mit einer ganz eigenen Musik: Von George Wagner vortrefflich komponiert und arrangiert, gespickt mit Adaptionen aus der lateinamerikanischen- und der jiddisch-hebräischen Welt, waren die Lieder und Chansons wie maßgeschneidert auf den Gesang und die akustischen Instrumente der Combo.

Die vom "Ensemble Lilienfeld" zu diesem Abend ausgewählten Stücke schufen eine Stimmung von Nachdenklichkeit und Besinnlichkeit. Und dies, bei aller Ruhe und Entspanntheit, mit einer musikalischen Virtuosität, die die über 120 Besucher mit großem Beifall belohnten. Der Eintritt zu dieser beeindruckenden Veranstaltung war frei, "Allerlei Kultur Erlensee" bat das Publikum um eine Spende für die Dachsanierung der Langendiebacher Kirche.

Slideshow (© Allerlei)

Marhaba und Hallo! - Erlensee begegnete Syrien

Freitag, 15. September 2017

Aus einer Idee wurde ein unvergesslicher Abend

Das Seniorenbüro der Stadt Erlensee und "Allerlei Kultur" hatte zu einer außergewöhnlichen musikalischen und kulinarischen Reise eingeladen:

Es ging zur "Wiege der Menschheit"; in ein Land mit über 7.000-jähriger Geschichte und voller kulturellem Reichtum - es ging nach Syrien. Dort, zwischen Euphrat und Mittelmeer, haben viele Religionen und Kulturen ihren Ursprung, hier wurde die Landwirtschaft entwickelt, hier entstanden die ersten Städte der Menschheit.

Die vielen Besucher des "Syrischen Nachmittags" in der ausverkauften kleinen Fallbachhalle waren Gäste ihrer seit langem in Erlensee wohnenden syrischen Nachbarn. Von weltoffenen Seniorinnen und rüstigen Opas, über begeistertes mittelaltes Publikum, bis hin zum Kleinkind: alle wurden grenzübergreifend mit landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt und von faszinierender Musik unterhalten. Manche der Erlenseer Gäste hörten neue, unbekannte Klänge, doch verstanden alle die Sprache der Musik. Dazu gab es viele unbekannte Speisen zu entdecken, von den vielfältigen syrischen Köstlichkeiten wurde rundum geschwärmt.

Emad Nayleh und seine Familie, Erlenseer seit 3 Jahren, hatten schmackhafte Leckereien zubereitet: "Falafel", der Klassiker der arabischen Küche: frittierte Kringel aus Kichererbsen. Dazu "Foul", ein raffiniertes Gericht aus eingelegten Ackerbohnen. "Hummus", ein Kichererbsenmus mit Sesam, Zitrone und vielem mehr. Hummus zählt in Syrien zu den Nationalspeisen, wird aber in ganz Vorderasien (und jetzt auch in Erlensee) gegessen. Und zu allem gehört das "Arabische Fladenbrot", aus ungesäuertem Getreideteig, Wasser und ohne Hefe zubereitet. Das Fladenbrot ersetzt den Löffel: Man reißt ein Stück davon ab, stippt und greift damit Hummus auf, oder rollt andere Speisen einfach in das aufgeklappte Fladenbrot hinein und isst "aus der Hand". Die neugierigen Erlenseer Gäste probierten es aus und es klappte gut! Aber natürlich durften auch Löffel und Gabel verwendet werden.

Trotz mehrfachem Nachschub von Emad Naylehs fleißigem Küchenteam war nach einer guten Weile auch der größte Hunger gestillt. Zeit für das Konzert zweier Musiker aus Damaskus, die seit zwei Jahren in Erlensee leben: Wadeh Mashrki und Wassim Esber.

Wadeh spielte die Musik seiner syrischen Heimat meisterlich auf der arabischen Laute "Oud" und zeigte die große Klangfülle des über tausendjährigen Instruments. Er sang traditionelle und zeitgenössische Lieder mit großer Intensität, die die Zuhörer in der Erlenhalle sehr beeindruckte. Begleitet wurde Wadeh von seinem Cousin Wassim, der die Darbuka-Trommel mit unglaublicher Fingerfertigkeit spielte und dazu das Publikum mit einem Trommelsolo auf der Gitarre überraschte. Als dessen junge Nichte Byancy die beiden mit ihrem Gesang unterstützte, rauschte der Beifall. Bei manchen syrischen Hits riss es gar einige Erlenseerinnen zum Tanz von den Stühlen.

Zwischendurch sorgten Barbara Ritter und Jürgen Weiß von "Allerlei Kultur Erlensee" mit Geschichten und Episoden aus Syrien für amüsante, aber auch nachdenkliche Unterhaltung.Wadeh Mashrki trug "seine Geschichte", synchron ins Deutsche übersetzt, auf Arabisch vor. Der Verlust seines früheren privaten und beruflichen Lebens in der ehemaligen Heimat Syrien, der Kummer über die Trennung von Familie und Freunden; aber auch der Gewinn der neuen Heimat Deutschland und neuer Freunde hier, sein Dank an die Menschen von Erlensee, die ihm in den vergangenen Jahren halfen, dazu sein offener Blick in die Zukunft, - das bewegte die Menschen in der Erlenhalle sehr. Bei dieser beeindruckenden gemeinsamen Veranstaltung von Seniorenbüro der Stadt Erlensee und "Allerlei Kultur" gab es viel zu entdecken. Die zahlreichen Gäste werden sich an ihre "Begegnung mit Syrien" sicher gerne erinnern!

Johann Wolfgang von Goethe hatte letztendlich das Schlusswort:

Wer sich selbst und andre kennt

Wird auch hier erkennen:

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen.

Sinnig zwischen beiden Welten

Sich zu wiegen laß ich gelten;

Also zwischen Ost- und Westen

Sich bewegen, sei's zum Besten!

(aus dem "West-östlichen Divan")


Slideshow (© allerlei, Fotos: G.Paulus, B. Ritter, M.Semmler, S.Wunder)

Allerlei Trubel am ersten Tag des Erlenseer Stadtfestes

Samstag, 24. Juni 2017 - "Allerlei Kultur" befragt die Erlenseer                             

Der findige Verein "Allerlei Kultur" nutzte die gelösten Stunden des Erlenseer Stadtfestes auf dem Rathausplatz, um mit Interviews ein Stimmungsbild der entspannten Einwohnerschaftzu zeichnen. Von der Ersten Stadträtin, über den einzigen Erlenseer Ehrenbürger, bis hin zur Befragung reizender Rathausdamen und mancher munteren Truppe in den Festzelten und Open-Air: die Bereitschaft der Bevölkerung, sich frei zu äußern, war groß. So kam das bewegliche "Allerlei"-Team dem Herausgeber des Internet-Zentralorgans "Erlensee Aktuell" mit einem Interview zuvor und entlockte ihm mit gewiefter Fragetechnik bemerkenswerte Antworten zu aktuellen Erlenseer Themen.

Heikle Fragen zur geplanten Kneipp'schen "Wassertretanlage Neue Mitte II", der Rückinger Separatistenbewegung RÜXIT, der Freigabe des Familienbusses auch für Singles, oder auch zur geplanten Ehrenbürgerwürde für alle Erlenseer? -  kein Problem für Markus Sommerfeld. Dem "Allerlei"-Interviewtrio gelang es so gar, Wolfgang Racek, den allgegenwärtigen"rasenden Reporter", für eine kurze Belichtungszeit stellen und zum Meinungsaustausch zu bewegen, bevor es ihn wieder zur Jagd auf neue Motive rief.

Interessant zum Beispiel, daß die geplante Nutzung des Raiffeisen-Silos als Startbasis künftiger privater Raumflüge auf offene Ohren stieß. Auch die Entschiedenheit vieler Befragter, den kontrovers diskutierten freiwilligen Streifendienst keinesfalls von Amateuren, sondern nur von einheimischen Malerfachbetrieben ausführen zu lassen, ließ aufhorchen.

Es versteht sich, daß ein seriöser Kulturverein wie "Allerlei" die oft erstaunlichen Aussagen der Befragten vertraulich behandeln und anonym verwahren wird. Doch werden die Erkenntnisseder Interviews in die künftige Kulturabeit des Vereins einfließen. Ein Tipp vorab für die heimische Gastronomie: Im lukullischen Teil der Umfrage fand die Biberrattenschwanzsuppe, vor Nutria-Schnitzel und Kinzig-Whopper, die meiste Zustimmung.

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." bedankt sich bei den vielen aufgeschlossenen Erlenseer Menschen, die die - oft sehr anspruchsvollen und kniffligen Fragen - frei, ohne Scheu und mit viel Humor beantwortet haben!

(Erlensee aktuell, 25.06.2017)


Slideshow (© allerlei, Bildbearbeitung: J.Weiß)